Institut für
Kunstdokumentation und
Szenografie
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Stephen McCoy




Stephen McCoy (* 1956 in Kensington) studierte Fotografie an der Manchester Polytechnic und ist eine prägende Stimme der sozialdokumentarischen und konzeptuellen Autorenfotografie aus der Region Merseyside. In seiner mehr als vier Jahrzehnte umspannenden Praxis befasst er sich intensiv mit der Art und Weise, wie Menschen ihre privaten und öffentlichen Räume bewohnen und formen. Seine historische Bedeutung spiegelt sich in einer großen Retrospektive namens „Proximity“ wider, die von der Open Eye Gallery in Liverpool initiiert und anschließend in der renommierten Martin Parr Foundation in Bristol präsentiert wurde. 

 

Die zwischen 1980 und 1984 realisierte Werkgruppe „Personal Space“ bildet das psychologische und häusliche Kernstück seines frühen Schaffens. McCoy dokumentierte darin Familien im Alltag in der vermeintlich sicheren Umgebung von Wohnzimmern und Gärten – primär in seinem eigenen Elternhaus in Ainsdale sowie bei Freunden und Nachbarn. Methodisch orientierte er sich an der unbeschwerten Ästhetik von privaten Familien-Schnappschüssen. Durch enge, oft schräge und ungewöhnlich angeschnittene Bildkompositionen imitiertes er gezielt „fotografische Fehler“. Die ungestellten Aufnahmen verzichten auf jede künstliche Inszenierung und dekonstruieren den klassischen Dokumentarstil mit leisem, humorvollem Blick. Sie zeigen skurrile Alltagssituationen und machen „Personal Space“ zu einer intimen, dichten Chronik über familiäre Nähe und menschliche Beziehungen im Großbritannien der frühen 1980er-Jahre

 

In der IKS Collection befinden sich acht signierte Abzüge aus der Serie "Personal Space, 1980-1984".

 

Personal Space, 1980 - 1984

 

 

 

 

 

 

 

 

Personal Space, 1980-1984. Archival pigment print, 35 x 52 cm (paper size), signed © Stephen McCoy / courtesy IKS PHOTO Collection